Neue Entwicklungschancen für den Stadtteil Damm

Das Main-Echo berichtete, dass die Firma Impress ihren Betrieb am Standort Damm aufgeben wird. Daraus ergibt sich möglicherweise eine große Chance für die Entwicklung dieses Gebietes.
Wenn die industrielle Nutzung aufgegeben wird, besteht die Möglichkeit, dem großen Stadtteil eine neue urbane Mitte zu geben. Bislang waren keine Planungen möglich, die das Gebiet hätten aufwerten können. Ganz im Gegenteil belastete der Schwerlastverkehr den Stadtteil deutlich.
Bei dem Wettbewerb „Neue Mitte Damm“, dessen Ergebnis im März dem Planungs- und Verkehrssenat vorgestellt wurde, konnte das ca. 5 ha große Gebiet nicht einbezogen werden. Angesichts der nun eingetretenen unerwarteten Entwicklung wäre das Ergebnis des Wettbewerbs und das weitere Vorgehen neu zu überdenken. Es eröffnen sich jetzt neue Möglichkeiten, die auch Auswirkungen auf das bislang begrenzte Entwicklungsgebiet haben. Größere Wohnbereiche können neu entwickelt werden. Es können Fahrradwege hergestellt werden, deren Verlauf bislang nicht möglich war. Es können großzügige Anlagen mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Darüber hinaus ist die Ansiedlung von Kleingewerbe und Nahversorgungsbetrieben denkbar, die den gesamten Stadtteil neu prägen könnten.
Angesichts dieser großen Chancen beantragen wir, dass die Verwaltung alle Schritte unternimmt, um in Gesprächen mit dem Eigentümer Einflussmöglichkeiten für die Stadtplanung zu eröffnen. Denkbar ist der Ankauf des Geländes durch eine eigene städtische Entwicklungsgesellschaft etwa nach dem Vorbild des Gebietes „Rosensee“. Angesichts der Größe des Gebietes sollte dann auch ein neuer städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden, der auf den bisherigen Ergebnissen aufbaut.

Peter Schweickard
17.07.2020

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